Material 4 Print

Material 4 Print Druckwissen 3D Druck

3D Drucken mit einem 3D-Drucker

Unter einem 3D-Drucker versteht man ein Gerät, das in der Lage ist, aus einem digitalen 3D-Modell einen realen physischen Gegenstand zu erzeugen. Anders als zum Beispiel eine CNC-Fräse, die ein Werkstück durch Wegnahme von Material in die gewünschte Form bringt, erzeugt ein 3D-Drucker die Objekte mit Hilfe der sogenannten additiven Fabrikation.

Der Aufbau erfolgt computergesteuert aus einem oder mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen nach vorgegebenen Maßen und Formen (CAD). Beim Aufbau finden physikalische oder chemische Härtungs- oder Schmelzprozesse statt. Typische Werkstoffe für das 3D-Drucken sind Kunststoffe, Kunstharze, Keramiken und Metalle.

Obwohl die grundlegende Technologie bereits seit 1980 existiert, haben 3D-Drucker erst in den letzten Jahren einen echten Boom erlebt, der die Technik zunehmend auch interessierten Privatpersonen zugänglich macht.

3D Drucker für Prototypen und Modelle

3D-Drucker dienten zunächst vor allem der Herstellung von Prototypen und Modellen, angewandt von Modellbauern, Architekten sowie in der Medizinindustrie.

Einige grundlegende Vorteile gegenüber konkurrierenden Herstellungsverfahren führten und führen zu einer zunehmenden Verbreitung der Technik auch in der Massenproduktion von Teilen. Gegenüber dem Spritzgussverfahren z. B. hat das 3D-Drucken den Vorteil, dass das aufwendige Herstellen von Formen und das Formenwechseln entfällt. Gegenüber allen Material wegnehmenden Verfahren wie Schneiden, Drehen, Bohren hat das 3D-Drucken den Vorteil, dass der Materialverlust entfällt. Meist ist der Vorgang auch energetisch günstiger, weil das Material nur einmal in der benötigten Größe und Masse aufgebaut wird.

Einer der wichtigsten Techniken im 3D-Drucken ist das Fused Deposition Modelling für Kunststoffe und teilweise Kunstharze.

Eine weitere Stärke des 3D-Druckes ist die Möglichkeit, komplexe Formen aufzubauen, die mit existierenden Maschinen schwer oder gar nicht herstellbar sind.

3D Druck mit 3D Druckmaterial von Material 4 Print

Wir von Material 4 Print drucken Testweise mit unserem Filament komplexere, sehr belastbare Objekte und einwandfreie Kurven mit professionellen Druckern.

Auch in die Kunstwelt findet der 3D-Druck langsam seinen Weg. Immer mehr Künstler arbeiten mit dem Medium 3D-Druck und nutzen die gestalterischen Möglichkeiten für ihre Kunst. Bildhauer oder andere Künstler, die Skulpturen bzw. dreidimensionale Objekte erschaffen, müssen stets die technische Machbarkeit im Blick haben. Der 3D-Druck erweitert hier nicht nur das Spektrum, da auch komplexeste Formen möglich sind, sondern setzt auch wirtschaftlich ganz neue Maßstäbe, da die aufwändige Handarbeit bis ins letzte Detail nur noch am digitalen Objekt vorgenommen werden muss und der Drucker dann die Gedanken in die Realität umsetzt. Künstler wie Moto Waganari oder Jan Davidoff nutzen die Technologie bereits zu Erschaffung von 3D-Kunst-Skulpturen. Mit Artshapes hat sich bereits ein Anbieter gefunden, der für Künstler eine Anlaufstelle in Sachen 3D-Druck und Vermarktung von 3D-Kunst darstellt.

PLA Filament - umweltfreundliches 3D-Druckmaterial

Polylactide, die auch Polymilchsäuren (kurz PLA, vom englischen Wort polylactic acid) genannt werden, sind synthetische Polymere, die zu den Polyestern zählen. Sie sind aus vielen chemisch aneinander gebundenen Milchsäuremolekülen aufgebaut.

Erstmals beschrieben wurden Polylactide 1845 von Théophile-Jules Pelouze. Bei dem Versuch, Milchsäure durch Erhitzen und Entfernung von Wasser aufzureinigen, beobachtete er eine Kondensation der Milchsäuremoleküle und die Bildung von Oligomeren und Polymeren. Wallace Hume Carothers, ein Mitarbeiter von DuPont, entwickelte 1932 ein Verfahren zur Herstellung von Polylactiden aus Lactiden, das 1954 von DuPont patentiert wurde.

Aus PLA können durch Wärmezufuhr verformbare Kunststoffe (Thermoplaste) hergestellt werden. Polylactid-Kunststoffe sind biokompatibel.

Die Eigenschaften der Polylactide hängen vor allem von der Molekülmasse, dem Kristallinitätsgrad und gegebenenfalls dem Anteil von Copolymeren ab. Eine höhere Molekülmasse steigert die Glasübergangs- sowie die Schmelztemperatur, die Zugfestigkeit sowie den E-Modul und senkt die Bruchdehnung. Aufgrund der Methylgruppe verhält sich das Material wasserabweisend (hydrophob), wodurch die Wasseraufnahme und somit auch die Hydrolyserate der Hauptbindung gesenkt werden. Weiterhin sind Polylactide in vielen organischen Lösungsmitteln löslich (z.B. Dichlormethan, Trichlormethan; durch Zugabe eines Lösungsmittels wie Ethanol, in dem das Polylactid schlechter löslich ist, kann es wieder ausgefällt werden). Zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften der Polylactide können diese bei ihrer Verarbeitung (z.B. Spritzgießen, Extrusion) auch faserverstärkt werden.

Infos rundum 3D Druck Filamente und den 3D-Druck 

20.07.2017